Howto Hobby zum Beruf machen in 5 Schritten: So wurde ich vom Banker zum Journalisten

Ich glaub, es war in der Achten. Eine nette Dame vom Arbeitsamt kam zu uns in die Schule und erzählte uns was von Ausbildungsberufen. Schön! Und nun? Mal ehrlich, ging es nur mir so, dass ich mich letztlich für eine Sache entschieden habe (Bank), in den Zwanzigern aber dann Zweifel kamen, ob das alles so richtig war? Das Gute ist: Niemand muss sein Leben lang irgendeinen blödsinnigen Job machen. Mit Ende zwanzig habe ich das Ruder schließlich nochmal komplett herumgerissen – darf aber jetzt behaupten, dass ich nicht mehr wirklich arbeite, sondern für mein Hobby bezahlt werde. Keine Bange, schaffst du auch.

 

So machst du dein Hobby zum Beruf – in fünf Schritten

 

Schritt 1: Was willst du wirklich machen?

Fangen wir einmal an mit einer kleinen Mind map. Was würdest du am liebsten den ganzen Tag machen, wenn du die freie Wahl hättest – jetzt mal unabhängig davon, ob das Geld bringt und was die Leute dazu sagen würden. Mach’s am besten schriftlich fix – und: keine Schere im Kopf! Und: nicht „Irgendwas mit Medien“, sondern ganz konkret aufschreiben, was du machen willst!

Bei mir war das übrigens Radio: anderen etwas erzählen, sie zum Lachen bringen, Musik spielen, sowas halt – da hatte ich richtig Lust drauf. Gut, dass ich gerade als Banker meine Brötchen verdiente – viel weiter konnten die beiden Felder also kaum auseinanderliegen.

 

Schritt 2: Willst du es wirklich?

Mach ein Praktikum in dem Bereich, in dem du am liebsten arbeiten würdest. Falls du in einem anderen Job bist, nimm dir einfach zwei Wochen dafür Urlaub. Es lohnt sich.

Ich hab mich damals einfach bei der Zeitung gemeldet und beim Offenen Kanal angeklopft. An meinem ersten Artikel habe ich mehrere Tage geschrieben – mit mäßigem Erfolg. Beim OK kann jeder Sendungen machen, der sich berufen fühlt (hatte ich), viel passieren kann hier nicht (es hört wirklich niemand zu), aber Spaß macht das Ganze auf jeden Fall.

Meine erste Live-Sendung werde ich nie vergessen.

 

Schritt 3: Häng dich rein!

Was ich gelernt habe: Freie Mitarbeit ist gar nicht schlecht, um irgendwo Fuß zu fassen.

Auf den ersten Artikel folgte der zweite, der dritte, der vierte. Später schrieb ich nicht nur über den Kaninchenzuchtverein in der Zeitung, sondern auch für junge Magazine. Ach, Geld bekam ich sogar dafür, rund 80 Euro pro Artikel – fand ich damals gar nicht übel. Meine Sendungen habe ich weitergemacht – hier hörte allerdings noch immer niemand zu. 😉

 

Schritt 4: Fahre eine Weile zweigleisig

Hast du die Möglichkeit, freiberuflich hin und wieder in dem Bereich zu wirken, in dem du künftig arbeiten möchtest? Das sind richtig gute Voraussetzungen – du kannst eine Weile einfach zweigleisig fahren, bis du den Cut machst und wechselst – wenn du soweit bist! Oder benötigst du noch eine Ausbildung, ein Studium oder eine Fortbildung, um in deinem neuen Bereich zu arbeiten? Oft ist Weiterbildung nebenberuflich möglich. Du musst für dich entscheiden, ob du dir die Doppelbelastung für eine Weile zutraust.

Ich habe damals den brutalen Cut gemacht, meine mega bezahlte Festanstellung hingeworfen, um mitten in der Medienkrise in den Medienbereich zu wechseln.

 

Schritt 5: Congrats – Dein neuer Job, dein neues Leben

Du hast den Wechsel klargemacht und arbeitest jetzt da, wo du hinwolltest? Gratuliere!

Ich arbeite seit meiner Kündigung damals nun seit über zehn Jahren glücklich im Journalismus, habe mittlerweile zusätzliche eine eigene Agentur, betreibe zwei erfolgreiche Blogs und im kommenden Semester werde ich an Hochschulen als Dozent mein Wissen mit den Neuen teilen.

Ich freu mich drauf.

 

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