Die größten Hürden bei der Gründung meines Start-ups und wie ich sie gemeistert habe

Von unten ist es ein in der Sonne glitzernder See und eine schnöde Felswand. Oben auf der Klippe gefriert mir der Puls, ich wage es kaum, nach unten zu schauen. Aber nur wer wagt, kann gewinnen. Mein Lebenslauf ist ja so geradlinig wie eine Serpentinenstraße in den Alpen. Erst habe ich als Banker zusammen mit meinen Kunden Strategien entwickelt, wie sie aus ihrem Geld am meisten rausholen können. Dann habe ich als Geschäftsprozessoptimierer in einem großen Unternehmen im Ausland dafür gesorgt, dass die Abläufe noch besser sind als bisher. Das reichte mir nicht. Ich war noch U 30 und hab ein Studium draufgesattelt. Es folgten spannende Jahre als Autor und Redakteur beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk – erst beim Hörfunk und Fernsehen, dann Online und Social Media. Nebenbei Hotelmanagement studiert, woraus mein Reise- und Foodblog entstanden ist. Dann diesen Finanzblog ins Leben gerufen. Das reichte mir noch immer nicht. Was ich wollte, war meine eigene Agentur, mein eigener Chef sein. Der Start war wie erwartet holprig, aber ich hab’s gemeistert. Das waren die größten Hürden bei meiner Gründung:

 

Die Angst vorm Scheitern

Bei meiner täglichen Arbeit in der Redaktion ist mir immer wieder aufgefallen und ich fand es sehr schade, dass einige Unternehmen eine teils maximal mittelmäßige Webseite habe, die ihrem Produkt oder ihrer Dienstleistung absolut nicht gerecht wird. Dass sie mit Texten werben, die alles andere als verkaufsfördernd sind, dass sie Marketing bei Social Media als Nice-to-have sehen – dabei ist es so extrem wichtig.

Mit der Agentur Rosmarin und Wolfram setze ich dort an und biete professionelle Unterstützung an. Falls du meine Seite noch nicht kennst. hier kannst du einen Blick riskieren.

Da ich bei meiner Gründung der Agentur in einem Arbeitsverhältnis war, war zumindest das finanzielle Risiko ein geringes. Dennoch – obwohl die Idee stand und für wirklich gut befunden wurde – um den Schritt zu gehen, mein Unternehmen dem Markt zu stellen, musste die Freundin einige Überzeugungsarbeit leisten. In Zeiten von Facebook & Co. wissen Family, Freunde, Kollegen, Bekannte & Co. sofort, was ich treibe. Vom Scheitern ginge die Welt nicht unter, aber zumindest das würden natürlich auch alle mitbekommen. Aber was sein muss, das muss einfach sein.

Rosmarin und Wolfram war geboren.

Howto Hobby zum Beruf machen in 5 Schritten: So wurde ich vom Banker zum Journalisten

 

Wie mache ich mein Start-up bekannt, wie bekomme ich Kunden?

Glücklicherweise war genau das meine Geschäftsidee – Unternehmen bei ihrem Erfolg zu unterstützen. Der Vorteil bei den meisten meiner Kunden jedoch ist es, dass es diese Unternehmen schon gibt, man sie kennt, vor allem Google sie kennt. Ein neues Unternehmen zu etablieren ist weitaus schwieriger.

Ich war quasi mein eigener Kunde. Durch Suchmaschinenoptimierung (SEO), Google My Business und naturalmente Social-Media-Marketing brachte ich das Ding ins Rollen.

Meine Aushänge im REWE sorgten bei einem ehemaligen Arbeitskollegen neulich bei einem Treffen in der Stadt für Erheiterung. Aber lieber Jan, meinen bislang größten Kunden habe ich tatsächlich durch diesen Aushang gewinnen können.

Analoge Anarchie, fällt ja fast in die Kategorie Guerilla-Marketing. 😉

 

Das Startkapital

Das fällt leiderleider nicht vom Himmel. Bei mir waren die Kosten bei der Gründung zum Glück nicht hoch. Das Büro konnte ich in der Wohnung einrichten und außer meinem Laptop, Smartphone und Software brauchte ich nicht viel. Und dann gibt es ja auch noch jede Menge Gründungszuschüsse.

Das meiste Geld setzte ich ein, um zu werben – für Social-Media-Marketing, SEO, solche Sachen. Hier geizig zu sein, wäre irre – schließlich haben meine Kunde durch genau diese Maßnahmen, zu denen ich ihnen verhelfe, mehr Erfolg, mehr Kunden, mehr Verkäufe, mehr Einnahmen.

 

Diese 7 Dinge solltest du erledigt haben, bevor du 30 wirst (später geht auch noch)

 

Gefährliche Freundschaftspreise

Wie bei einem fetten Lottogewinn – plötzlich ist jeder flüchtiger Bekannter dein Freund und erwartet einen Freundschaftspreis. Das ist nicht zu stemmen (es sei denn, der Kunde bringt gleich noch weitere Kunden mit, mit denen du ebenfalls verdienst).

Grundsätzlich gilt: Dein Stundensatz steht, die Arbeit, die du in ein Projekt steckst, auch. Und du kannst schlecht mit deinem Vermieter, den Stadtwerken, deinem Provider und dem Rundfunkbeitragsservice verhandeln – deine Kosten stehen ebenfalls.

Wenn also jemand weniger investieren möchte, müssen Leistungen herausgenommen werden – wenn jemand Social-Media-Marketing bucht, mache ich weniger Postings, bei wiederkehrenden Arbeiten strecke ich die Frequenz. Ein Freundschaftspreis jedenfalls kann nicht jeder bekommen.

 

Fazit

Ob ein Start-up erfolgreich wird, kann niemand sagen.

Ob du es wagen solltest, auch nicht.

Vielleicht wirst du es bereuen.

Ich sage dir: Versuche es – und gib alles!

 

Darum ist dein verdammtes Leben, das du jetzt gerade führst, das beste Leben, das du haben kannst

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Create a website or blog at WordPress.com

Nach oben ↑