Tutorial: Howto endlich mit Aktien reich werden – meine Anleitung for Beginners in 5 Schritten

Was Geldanlagen angeht, bin ich schon ein kleiner Zocker. Mit gerade einmal 18, als ich in der Ausbildung war, habe ich einen Teil meines mickrigen Gehalts in hochspekulative Aktien angelegt. Dass ich da heil rauskam, war mehr Glück als Verstand – und ein Markt, der mir in die Hände gespielt hat. Ich war jung und hatte das Geld nicht wirklich – und bin mit ein paar Tausend Euro Gewinn aus der Sache raus, bevor damals der wirklich große Crash kam. So blauäugig bin ich nun ganz bestimmt nicht mehr – und gehe das Ganze wesentlich strategischer an. Solltest du auch tun – mit anderen Anlageformen ist schließlich kaum noch was zu holen! Hier meine Anleitung zum Reichwerden für Aktien-Einsteiger in 5 handlichen Schritten:

 

1. Welcher Risiko-Typ bist du?

Wichtige Grundlage für die risikoreiche Geldanlage! Wie viel Risiko bist du bereit einzugehen? Natürlich gilt: je risikoreicher, desto größer kann dein Gewinn sein. Aber nicht jeder kann noch ruhig schlafen, wenn von 3.000 EUR angelegtem Geld nach ein paar Wochen gerade mal noch gute 1.000 EUR übrig sind. In unruhigen Zeiten ist das leider absolut möglich.

Also, wie risikoreich darf’s denn sein? Bei jeder Bank bzw. jedem Fonds-Anbieter kannst du einen Test machen – die sind alle etwas unterschiedlich, aber im Grunde genommen gibt es drei grobe Anleger-Typen:

 

A) Volles Risiko

Du bist bereit, etwas zu riskieren. Du kannst damit umgehen, wenn der Kurs einmal abstürzt – denn du weißt: es geht auch wieder hoch – außerdem hast du noch weitere Aktien im Topf, die deinen Verlust ausgleichen. Außerdem: Der Verlust ist nur auf dem Papier – solange du nicht verkaufst, hast du deinen Verlust nicht realisiert.

Kleine persönliche Anekdote: Ich hatte einmal Aktien von einem Unternehmen für rund 1.000 EUR. Nach einigen sehr verlustreichen Monaten ist aus diesem Tausender insgesamt der Bruchteil eines Cents (!) geworden. Das war definitiv meine bitterste Erfahrung, die ich mit Aktien gemacht habe. Viel öfter hatte ich den Fall, dass ich mehrere Hundert Prozent Gewinn gemacht habe, ebenfalls in nur wenigen Monaten. Sehr wichtig ist es daher, auf mehrere Unternehmen zu setzen, um das Risiko aufzuteilen! Am besten auf unterschiedliche Länder und Branchen. Natürlich hängt irgendwie alles zusammen, Stichwort Globalisierung. Nur: Wenn es einem Land schlecht geht, weil es gerade politisch schwierig ist, heißt das noch lange nicht, dass es allen anderen Ländern damit auch schlecht geht – möglicherweise exportieren sie gerade viel. Geht es allerdings großen Staaten wie den USA gerade schlecht, überträgt sich das wie bei der Finanzkrise meist auf die ganze übrige Welt. Daher: immer genau hinschauen und das Risiko streuen!

 

B) Mittleres Risiko

Du möchtest mehr Erträge als mit sicheren Anlageformen, aber bist auch bei Aktien nicht bereit, aufs Ganze zu gehen. Lieber gibst du dich mit einem geringen Gewinn zufrieden, als zu viel Geld zu verlieren.

 

C) Kein Risiko

Gar kein Ding – aber überleg dir, ob Aktien die richtige Anlageform für dich sind. Wie im echten Leben geht’s hier hoch und runter, niemand kann dir garantieren, dass du Gewinne machst geschweige denn, dass dein eingelegtes Geld noch vollständig vorhanden ist. Wenn du nicht bereit bist, Risiken einzugehen, parke dein Geld lieber auf einem Tagesgeldkonto. Online sind hier derzeit immerhin ca. 1 Prozent Zinsen für Neukunden drin. Hier findest du eine Übersicht mit den besten Tagesgeldkonten!

Für alle, die auf Risiko gehen, geht’s jetzt weiter – mit der Depoteröffnung, Grundlage für Aktien- und Fondskäufe!

 

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2. Eröffne ein Depot

… entweder bei der Bank deines Vertrauens oder aber Online. Letzteres solltest du nur in Erwägung ziehen, wenn du Grundwissen hast und genug Zeit, deine Aktien im Blick zu behalten.

Vorteil bei einem Online-Depot: Die Gebühren sind wesentlich niedriger. Sehr günstig sind derzeit die Depots von Flatex und der Onvista-Bank.

Hier findest du noch mehr Infos zu den einzelnen Depots im Überblick!

 

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3. Mischfonds, ETF & Co. – so findest du die passenden Wertpapiere

Definitiv der schwierigste Schritt!

Wer nicht so risikofreudig ist (Typ B), dem empfehle ich einen Investmentfonds, genauer gesagt einen Mischfonds.

Bedeutet: Ein Unternehmen, zum Beispiel eine Bank, bündelt unterschiedlich risikoreiche Produkte in einem Topf – etwa Aktien (Anteile an Firmen, Werte schwanken stark), Anleihen (festverzinsliche Wertpapiere und somit sicher), möglicherweise Rentenpapiere (ebenfalls sicher), Rohstoffe und Edelmetalle (nicht sicher), vielleicht auch Immobilien (diese Werte schwanken ebenfalls). Du als Anleger erwirbst einen Anteil an diesem Topf.

Natürlich gibt es unterschiedliche Ausrichtungen mit mehr oder weniger Risiko. Wenn etwa zur Hälfte sichere und zur Hälfte risikoreiche Produkte im Fonds sind, könnt ihr im Schnitt von einer jährlichen Rendite von 5, vielleicht 6 Prozent, ausgehen. Hey, das ist gar nicht schlecht in diesen Zeiten – auf dem Sparbuch bekommt ihr oft gerade so einmal 0,1 oder gar 0,01 Prozent.

Nachteil hier: Die Gebühren sind relativ hoch – und du bist quasi von dem abhängig, wie der Topf gefüllt ist, welche Produkte drin sind und wie die Manager diesen Fonds im Griff haben.

Günstiger, vielversprechender, aber auch wesentlich risikoreicher als diese Mischfonds sind ETFs, also was für Anleger-Typ A. Allerdings solltest du nur den Teil deines Vermögens in ETFs stecken, den du in den kommenden Jahren vermutlich nicht brauchen wirst – keinesfalls aber mehr als Dreiviertel deines Geldes. Für Aktien-Neulinge ist bereits die Hälfte viel!

Nun zur Erklärung: ETF bedeutet exchange-traded fund, ist also ein börsengehandelter Fonds, genauer gesagt ein Indexfonds, das heißt, er bildet einen Index nach. Beispielsweise kann er den DAX nachbilden, den Deutschen Aktien-Index, der die 30 wichtigsten deutschen Unternehmen beinhaltet. Steigt dieser um 20 Prozent, steigt auch der ETF um 20 Prozent. Da hier keine Fondsmanager dahinterstecken wie beim Mischfonds, sind die Gebühren, wie bereits gesagt, sehr gering.

Der Knackpunkt: Du bist dein eigener Fondsmanager, musst die Märkte beobachten und deine Anlagestrategie ggf. anpassen. Das heißt, wenn du dich für den Index eines bestimmten Landes entschieden hast und es dem schlecht geht, solltest du seinen Anteil im Depot reduzieren. Dafür sind beim ETF hohe Gewinne im zweistelligen Bereich möglich.

Für den Einstieg kann ich euch einen MSCI-World-ETF empfehlen. Hier sind über 1.600 bekannte Unternehmen aus 23 Industrieländern drin (wenn du es genau wissen wollt, schau einmal hier. Also eine perfekte, weltweite Streuung des Risikos über ganz unterschiedliche Branchen hinweg. Geht es einem Unternehmen schlecht, fällt es bei über 1.600 weiteren Unternehmen nicht groß ins Gewicht und reißt nicht den Kurs runter. Fast jeder Depotanbieter hat einen solchen Fonds im Angebot.

Nachteile gibt’s natürlich auch hier: Bei so vielen Firmen sind auch fragwürdige dabei – etwa Waffenhersteller. Und Amerika ist mit über der Hälfte Anteil überproportional vertreten. Eine schlechte Wirtschaft dort könnte den Wert eurer Anlage im MSCI World also insgesamt runterziehen.

Wer das vermeiden möchte, kann auf einen ETF aus Europa (z. B. den MSCI Europa mit über 400 europäischen Unternehmen) oder den MSCI Germany mit rund 60 deutschen Firmen zurückgreifen.

 

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4. Richte dir einen Sparplan ein

Du entscheidest, wie viel du einmalig bzw. regelmäßig/monatlich investieren möchtest. Über einen Dauerauftrag oder Lastschrifteinzug wird dein Anlagebetrag von deinem Girokonto abgebucht und in den Fonds investiert.

Wenn du unsicher bist, starte mit 50 EUR im Monat.

 

5. Warte ab. Warte einfach nur ab!

Auch wenn’s mal runtergeht: Verliere nicht die Nerven. Alles wird gut – über rund 10 Jahre gesehen wirst du fast immer auf der Gewinnerseite stehen und einen guten Gewinn einstreichen.

Lade dir die App deines Depotanbieters herunter, damit du deine Finanzen im Blick hast. Mach dich aber nicht verrückt. Es reicht, wenn du alle paar Wochen checkst.

Und jetzt mach was Schönes und genieß den Tag! ❤

 

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