Die 5 aktuellen Betrugsmaschen bei eBay-Kleinanzeigen und wie du dich davor schützt

Vor ein paar Wochen ist mein Handy-Vertrag nach 24 Monaten ausgelaufen. Da ich mir ein neues Handy ausgesucht habe, hab ich das alte gleich bei eBay-Kleinanzeigen eingestellt und innerhalb von wenigen Stunden für mehr als die Hälfte vom damaligen Neupreis verkauft. eBay-Kleinanzeigen ist perfekt: gefühlt ist hier jeder und somit gibt’s jede Menge potenzielle Kundschaft, und kostenfrei ist es auch – sowohl für Verkäufer und auch Käufer. Leider lockt all das auch immer mehr Betrügerinnen und Betrüger an. Diese aktuellen Betrugsmaschen solltest du daher unbedingt kennen!

 

1. Die PayPal-Masche (Dreiecksbetrug)

Wenn diese Masche nicht so fies wäre, könnte man sie als genial bezeichnen. Also: du bist Verkäufer, zum Beispiel einer PlayStation. Der Betrüger gibt vor, die PS zu kaufen und fragt nach deiner Bankverbindung oder PayPal-Adresse. Die schickst du ihm natürlich. Der Betrüger kopiert dein Inserat, das heißt, er tut so, als würde er ebenfalls eine PlayStation verkaufen – oder aber einen anderen Artikel. Wichtig ist, dass es derselbe Preis ist. Wenn der Betrüger einen Käufer gefunden hat, gibt er ihm DEINE PayPal-Mailadresse. Du denkst, der Käufer (= Betrüger) hätte bezahlt und schickst ihm die PlayStation, die jemand anders bezahlt hat. Der tatsächliche Käufer wird bald sein Geld über PayPal zurückfordern – aller Voraussicht nach erfolgreich, weil die Anschriften nicht übereinstimmen. Sollte das Ganze über Bankverbindung abgelaufen sein, könnte es sein, dass du als Verkäufer aus der Sache unbeschadet rauskommst. In jedem Fall gilt: Der Betrüger wird über alle Berge sein. Hinter der Betrüger-Adresse steckt eine leerstehende Wohnung mit gefälschtem Klingel- und Briefkastenschild.

So schützt du dich vor dieser Masche:

Schwierig! Auf den Verwendungszweck bei der Zahlung achten – sollte dir da etwas seltsam vorkommen, an die PayPal-Konfliktlösungen schreiben! Und im Zweifel nicht an eine Packstation senden, sondern als versicherter Versand oder Einschreiben an den Käufer. So hast du im Zweifelsfall die Adresse und Unterschrift des Betrügers. Einen hundertprozentigen Schutz bei der PayPal-Masche gibt es nicht. Solltest du Opfer sein, auf jeden Fall Anzeige erstatten!

 

2. Der Abholtrick

Du bist Verkäufer. Ein vermeintlicher Käufer möchte in jedem Fall via PayPal zahlen. Er zahlt auch und schickt einen Bekannten bei dir vorbei, um die Ware abzuholen. Später wird er behaupten, die Ware nicht bekommen zu haben und holt sich bei PayPal sein Geld zurück. Du kannst nicht beweisen, die Ware verschickt zu haben.

So schützt du dich vor dieser Masche:

Wenn jemand einen Bekannten zur Abholung schicken möchte, nur Cash oder Vorab-Banküberweisung akzeptieren!

 

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3. Die Geisterkonto-Masche

Du bist in diesem Fall Käufer. Der Verkäufer (= Betrüger) schickt dir eine Bankverbindung in Deutschland, auf die du arglos überweist. Bei der Geisterkonto-Masche hat sich der Betrüger gestohlene Personalausweisdaten besorgt und damit Konten bei Banken angelegt. Diese werden, nachdem Geld eingegangen ist, geräumt und der Betrüger taucht anschließend unter.

So schützt du dich vor dieser Masche:

Schwierig bis unmöglich. Wenn du reingefallen bist, Betrug bei deiner Bank melden und Anzeige erstatten!

 

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4. Die Masche mit dem gefälschten Zahlungsbeleg

Simpel und schon etwas älter, aber leider noch immer aktuell. Du bist der Verkäufer. Sobald der Deal perfekt ist, drängt dein Käufer auf schnellen Versand und schickt euch einen Scan der Überweisung als vermeintlichen Beweis. Denn einige Käufer möchten gerne überweisen, weil sie kein PayPal nutzen. Wer als Verkäufer darauf vertraut, dass alles passt, schickt die Ware raus. Wenn die Überweisung allerdings gar nicht wirklich ausgeführt wurde, sondern nur eingegeben und ein Screenshot davon gemacht wurde, bist du die Ware los und das Geld siehst du auch nicht.

So schützt du dich vor dieser Masche:

Ware erst rausschicken, wenn die Überweisung wirklich auf deinem Konto ist. Dann bist du save! Eine Überweisung, die dir auf deinem Konto gutgeschrieben wurde, kann der Auftraggeber nicht wieder zurückrufen. Sollte der ungeduldige Kunde statt eines Zahlungsbelegs einen Kontoauszug mit der Abbuchung vorweisen können, wärst du ebenfalls auf der sicheren Seite. Theoretisch könnte dieser aber ebenfalls gefälscht sein.

 

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5. Dubiose Bezahl-Möglichkeiten

Wenn du etwas kaufen möchtest und der Verkäufer schlägt dir eine der folgenden Zahlungsmöglichkeiten vor, sollten alle Alarmglocken klingen:

  • Western Union
  • PaySafe
  • MoneyGram
  • generell Banküberweisung ins Ausland
  • BitCoin
  • Cash im Briefumschlag

Das gilt vor allem dann, wenn die Verkäufer in schlechtem Deutsch (durch automatische Übersetzung) oder Englisch schreiben – beides deutet auf einen möglichen Betrug hin.

So schützt du dich vor dieser Masche:

Auf der sicheren Seite bist du mit einer Banküberweisung oder via PayPal. Bei PayPal hast du zusätzlich den Käuferschutz, falls mal was mit der Ware sein sollte!

 

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